Bericht über die Erfahrung eines BF3-Unternehmers

 …. aus aktuellem Anlass bzgl. der angekündigten Kabotagekontrollen des BAG im Schwerlastbereich!

 

Kabotage im Schwertransport!

Wie mehrfach von Schwertransportfahrern und BF3-Fahrern berichtet wurde, scheint es auch in der Schwertransportbranche Gang und Gäbe zu sein, dass osteuropäische Frachtführer regelmäßig Kabotagefahrten durchführen.

Dazu bekamen wir Hinweise über Kabotagefahrten eines polnischen Frachtführers, der im Auftrag einer deutschen Spedition im Zeitraum von 3 Monaten Windräder in einen Windpark gefahren hatte. Die Ausnahmegenehmigung mit Kennzeichen liegt uns vor und wurde nach telefonischer Absprache an das BAG weitergegeben.

Außerdem wurde uns ein Kabotageverdacht einer dänischen Spedition zugetragen, den wir ebenfalls an das BAG geschickt haben.


 

E-Mail an das BAG vom 04.12.14:

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie telefonisch besprochen sende ich ihnen die eingescannte Ausnahmegenehmigung, die mir zugespielt wurde.

Zeitraum 20.10.14 – 19.01.15

Von Abgangsort: xxx nach xxx

Einen weiteren Verdacht auf einen Kabotage-Verstoß, wurde mir gestern mittgeteilt.

Davon habe ich aber nur eine mündliche Aussage.

Spedition xxx aus Dänemark fährt vom Bremerhavener Containerterminal xxx, nach xxx Windpark. Die Fahrt geht auf jeden Fall über die A14 Dresden.

Genehmigung ist von xx.xx.14-xx.xx.14 gültig.

Kennzeichen: DK xx xxxxx

DK xx xxxxxx

Ich hoffe, dass Ihnen die Hinweise für eine Untersuchung der beiden Fälle ausreichen.

(Eine Kopie der Genehmigung kann eingesehen werden)

 


 Bericht über die Erfahrung eines BF3-Unternehmers 


 

Meyer Schwer Trans Service seit 1993

… bei uns dreht sich alles um Schwertransporte

 

MST Service Wolfgang Meyer: Ich bin ja seit 1990 selbständig und habe 1993 die Firma MST Service gegründet.

 

1993 haben wir über den BSK (Bundesverband für Schwerverkehr und Kranarbeiten) eine Berechtigung erlangt zum begleiten von Schwertransporten mit einem BF3 ( Begleitfahrzeug mit Wechselverkehrszeichenanlage ” 3 Generation” ). Damals bekamen wir vom BSK mit auf dem Weg einen Begleitkilometer nicht unter 3,60 DM zu fahren die Dieselkosten beliefen sich zu der Zeit bei ca. 0,70 DM. Es gab damals noch nicht so viele Transporte so dass man Fahrzeiten und Ruhemöglichkeiten hatte. Zur Jahrtausendwende war der Preis für den Begleitkilometer bereits auf 2,40 DM gesunken, aber bei Dieselkosten von 1,10 DM konnten wir unseren Angestellten noch ein sehr gutes Gehalt zahlen und auch sonst sehr gut leben. Dann kam der Euro und damit das Chaos. Erst einmal wurde alles halbiert also 1,20 € für die Begleitung aber die Dieselkosten schnellten bald auf das doppelte. Ich glaube 2005 waren wir schon bei 1,10€ dieselkosten. Die Gehälter waren nicht mehr haltbar und 2009 begannen wir zu entlassen. Ich habe versucht jedem der aus der Firma ausgeschieden ist eine andere Tätigkeit zu besorgen, was zum Teil klappte.

 

Seit 2010 durch das öffnen der Grenzen und natürlich auch den offenen Schwerverkehr haben wir kaum noch eine Chance weiter zu machen. Viele Ausländische Unternehmen fahren für die Hälfte der Preise wie Wir. Der Markt gibt uns einfach nicht mehr die Möglichkeit die Preise anzuheben um eine saubere Arbeit zu liefern. Heute müssten wir mit einem Begleitkilometer von mindestens 2,40€ fahren damit alles gedeckt wird.

W.Meyer


 

Kontrolle: Kabotagebeförderungen bei Schwertransporten

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Geschrieben von: Nicki Schloot 6. Oktober 2014 BKF TV

Dem Bundesamt für Güterverkehr lagen Hinweise vor, dass ausländische Transportunternehmen innerdeutsche Beförderungen von Bauteilen durchführen, die für den Bau von Windkraftanlagen im Saarland benötigt wurden.

Der Straßenkontrolldienst des BAG kontrollierte am 14. August 2014 drei Schwertransporter eines polnischen Transportunternehmens auf dem Parkplatz der Tank- und Rastanlage Waldmohr auf der BAB 6 in Fahrtrichtung Saarbrücken. Die durchgeführten Kontrollen ergaben bei allen drei Beförderungen Verstöße gegen die Kabotagevorschriften.

Der Kontrolldienst des Bundesamtes erstellte Kontrollberichte und erhob Sicherheitsleistungen in Höhe von insgesamt 3.100 Euro, die vor Ort bezahlt wurden. Die Ermittlungen gegen die in Deutschland ansässigen Auftraggeber dauern an. (Pressemitteilung 06.10.2014: BAG)


Köln.26.08.2015

BAG will Schwerlasttransporte verstärkt kontrollieren

Weil das BAG im Zusammenhang mit neuen Windkraftanlagen in Hessen verstärkt Verstöße gegen Kabotagevorschriften festgestellt hat, will die Behörde gezielt Schwerlasttransporte kontrollieren.

Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) hat angekündigt, bei Schwerlasttransporten verstärkt zu kontrollieren, ob Kabotagevorschriften eingehalten werden. Da in Hessen….. weiterlesen

 

 

 

 

 

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